Ein Thema, das viele Selbständige lange vor sich herschieben, bekommt aktuell neuen Rückenwind aus der Politik: die verpflichtende Altersvorsorge. Die Rentenkommission hat jüngst Vorschläge vorgelegt, die darauf abzielen, künftig deutlich mehr Selbständige in die Altersvorsorge einzubinden.
Der Hintergrund ist klar: Während Arbeitnehmer automatisch in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, liegt die Vorsorge bei Selbständigen oft komplett in der Eigenverantwortung. Das führt dazu, dass ein Teil von ihnen im Alter nur unzureichend abgesichert ist. Genau hier setzt die Politik an.
Diskutiert wird, dass Selbständige künftig nachweisen müssen, dass sie ausreichend vorsorgen – entweder über die gesetzliche Rentenversicherung oder über alternative, private Vorsorgelösungen. Ziel ist es, Versorgungslücken zu schließen, ohne die unternehmerische Freiheit vollständig einzuschränken.
Was bedeutet das konkret? Noch ist nichts entschieden, aber die Richtung ist klar: Wer frühzeitig eine strukturierte Altersvorsorge aufbaut, bleibt flexibel – und ist auf mögliche gesetzliche Änderungen bestens vorbereitet. Wer abwartet, läuft Gefahr, später in weniger attraktive Pflichtlösungen gedrängt zu werden.
Ein wichtiger Punkt dabei: Nicht jede Vorsorge ist gleich gut geeignet. Es geht nicht nur darum, „irgendetwas“ zu machen, sondern die passende Kombination aus Sicherheit, Rendite und steuerlicher Effizienz zu finden.
Ein guter Grundbaustein wird in jedem Fall die Basisrente sein, die sich zudem sehr gut als steuerliches Gestaltungsmittel eignet und u.a. mit ETFs sehr flexibel und individuell gestaltet werden kann.
Einen guten Einstieg und ständig aktualisierte Informationen zum Thema bietet unser www.projekt-vorsorge.de.
Verbinden kann man seine Überlegungen übrigens auch jetzt schon mit dem Altersvorsorgedepot, das ab 1.1.2027 auch Selbständigen zur Verfügung stehen wird.
Klar ist: Wer jetzt handelt, kann noch frei entscheiden.