Die geplante Einführung eines Altersvorsorgedepots wirft vor allem bei bestehenden Riester-Kunden viele Fragen auf. Denn klar ist: Die bisherige Systematik wird nicht einfach verschwinden – aber sie bekommt Konkurrenz.

Für Riester-Vertrags-Inhaber bedeutet das konkret: Sie haben künftig mehrere Handlungsoptionen, die jeweils unterschiedliche Chancen und Risiken mit sich bringen:

  • Vertrag unverändert weiterführen
    Die klassische Variante: Garantie, Zulagen und bekannte Mechanik bleiben erhalten.
  • Umstellung des bestehenden Vertrags auf neue Förderung bei bestehender Garantie
    Eine interessante Mischform: Sicherheit bleibt erhalten, gleichzeitig könnte von neuen Förderkomponenten profitiert werden.
  • Übertragung in einen neuen Vertrag
    Der „Neustart“: Bestehendes Kapital wird in ein neues Altersvorsorgedepot überführt – mit allen Chancen, aber auch mit möglichen Veränderungen bei Garantie, Laufzeit und Struktur.
  • Alten Vertrag ruhen lassen und neuen abschließen
    Auch möglich: Der alte Vertrag bleibt bestehen, während parallel ein modernes Produkt aufgebaut wird.
  • Beibehaltung des Vertrags und Wahl eines befristeten Auszahlplans
    Gerade für die Auszahlungsphase relevant: Beginn zwischen 65 und 70, Laufzeit mindestens bis 85. Eine planbare Ergänzung zur lebenslangen Rente, aber eben mit fixem Ende.

Was aktuell gilt: Es gibt noch keine finale „beste Lösung“. Vielmehr hängt die richtige Entscheidung stark von Alter, Guthaben, Garantien und persönlicher Zielsetzung ab. Genau deshalb wird Beratung hier noch wichtiger – nicht weniger.

Fazit: Riester ist nicht „tot“, sondern steht vor einer neuen Phase. Wer jetzt vorschnell handelt, kann Vorteile verschenken. Wer richtig prüft, kann Optionen gezielt nutzen.